Erstmals seit Waffenruhe wieder Beschuss aus Gaza

GAZA (inn) – Palästinenser aus dem Gazastreifen haben am Dienstag eine Mörsergranate auf Israel abgefeuert. Die radikal-islamische Hamas nahm die Militanten in Gewahrsam.
Erstmals seit Ende August schlug ein Geschoss aus dem Gazastreifen in Israel ein.

Der Beschuss ist der erste seit der am 26. August vereinbarten unbefristeten Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas. Die Mörsergranate schlug auf israelischem Gebiet nahe des Gazastreifens ein. Verletzte oder Beschädigungen gab es nach Angaben des Militärsprechers Peter Lerner nicht.
Wie ein Vertreter des israelischen Verteidigungsministeriums im israelischen Radio sagte, habe die Hamas die Täter umgehend verhaftet. Israel habe angedroht, selbst auf den Beschuss zu reagieren, wenn die Hamas nichts unternimmt. Die Hamas bekundete ihr Interesse an der Wahrung der Waffenruhe, berichtet die israelische Tageszeitung „Jerusalem Post“.
Unmittelbar nach dem Beschuss forderte die israelische Justizministerin Zippi Livni einen Armeeschlag. „Bleibt eine Antwort aus, führt das nur zurück zu der Routine der Raketenalarme für die Bürger Israels.“ Der israelische Verteidigungsminister Mosche Ja‘alon warnte zuvor bei einem Treffen mit Journalisten, dass das kommende Jahr angesichts der instabilen Lage in der Region nicht ruhig werden würde.

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