Finanzleiter der Hamas gezielt getötet

GAZA (inn) – Die israelische Luftwaffe hat am Sonntag gezielt einen Chef der Finanzabteilung der Hamas getötet. Unterdessen kündigte Israels Premierminister Benjamin Netanjahu an, die Militäroffensive gegen die radikal-islamische Organisation werde andauern, „bis ihre Ziele erreicht sind“.
Am Sonntag flog Israels Luftwaffe rund 50 Angriffe auf Ziele im Gazastreifen. (Archivbild)

Die Luftwaffe griff am Sonntag rund 50 Terrorziele im Gazastreifen an, darunter auch ein 13-stöckiges Gebäude in Gaza-Stadt. Das Haus wurde vollständig zerstört. Bei den Angriffen kamen insgesamt 13 Palästinenser ums Leben. Wie der arabische Nachrichtensender „Al-Dschasira“ berichtet, beschoss die Luftwaffe zudem das Auto von Mohammed al-Ghul im Norden des Gazastreifens. Der für die Überweisung von Geldern für Terrorzwecke zuständige Hamas-Vertreter wurde dabei getötet.
Auch der Beschuss aus dem Gazastreifen dauerte an. Palästinenser feuerten am Sonntag rund 100 Geschosse auf Israel ab. Drei israelisch-arabische Taxifahrer wurden dabei verwundet. Sie holten eine Gruppe verletzter Palästinenser ab, die über den Eres-Grenzübergang aus Gaza zur Behandlung nach Israel gebracht wurden. Soldaten brachten die Palästinenser während des Beschusses in Sicherheit. Die Hamas teilte später mit, sie habe 15 Mörsergranaten auf den Grenzübergang abgefeuert.
Ein betroffener Palästinenser sagte gegenüber der Tageszeitung „Yediot Aharonot“: „Der Krieg macht mit uns, was er will. Ich hoffe, dass beide Seiten dem ein Ende bereiten. Es gibt zu viel Angst in Gaza und in Israel. Alles was wir wollten, war medizinische Hilfe.“
Unterdessen teilte Israels Premierminister Netanjahu mit, die Militäroperation könne bis in den September andauern. Sie werde erst beendet, wenn es für die Bürger in Israel Ruhe und Sicherheit gebe. Die Hamas werde weiterhin einen hohen Preis für Angriffe auf Israel zahlen, warnte Netanjahu laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“. Der Regierungschef forderte die Bevölkerung im Gazastreifen auf, die Häuser zu verlassen, die für Terrorzwecke von der Hamas benutzt würden. „Jeder Ort von dem aus geschossen wird, ist ein Ziel für uns“, so Netanjahu.
Verteidigungsminister Mosche Ja‘alon betonte: „Wenn die Hamas-Führer glauben, dass sie uns ermüden könnten, oder wenn sie glauben, dass wir nach einem Zeitplan arbeiten, dann liegen sie falsch. Wir haben keine Eile. Wir haben Geduld.“ Die Operation werde erst aufhören, wenn keine Raketen mehr auf Israel abgefeuert würden.
Ja‘alon kündigte an, Israel werde jede Möglichkeit nutzen, um Terroristen und ihren Kommandeuren zu schaden – „selbst wenn sie sich mit Frauen und Kindern umgeben“. „Wir wissen, wie wir sie bekommen.“
Finanzminister Jair Lapid drohte mit weiteren gezielten Angriffen auf Hamas-Vertreter, auch auf die Führung im Ausland.

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