Fortschritte bei Verhandlungen

KAIRO (inn) – Bei den indirekten Verhandlungen zwischen der Hamas und den Israelis nähern sich beide Seiten an. Sogar eine „längerfristige Waffenruhe“ steht in Aussicht. Doch skeptische Stimmen bleiben.
Der Übergang Kerem Schalom zählt zu den Verhandlungspunkten – Israel ist bereit für eine  Erhöhung der Lastwagen-Quote.

Neun Stunden verbrachten die Delegierten der radikal-islamischen Hamas und Israels am Montag mit den Verhandlungen. Dabei kamen sie in einigen Streitpunkten überein: So lässt sich Israel auf die Ausweitung des Fischereigebiets ein und übermittelt indirekt den Hamas-Angestellten Gehälter. Auch Baumaterial wird wieder in den Gazastreifen gelangen, allerdings unter internationaler Aufsicht.
Des Weiteren stehen Fragen des Personen- und Güterverkehrs „kurz vor der Einigung“, berichtet die israelische Tageszeitung „Yediot Aharonot“: Die Zahl der Lastkraftwagen, die den Kerem-Schalom-Übergang passieren dürfen, soll auf 600 verdoppelt werden. Auch die Quote für den Personentransit am Eres-Terminal soll erhöht werden. Für den Rafah-Übergang zwischen dem Gazastreifen und Ägypten steht offenbar in Aussicht, dass Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde diesen überwachen werden.

Weiter offene Fragen

Strittig bleiben allerdings die Verhandlungen um die Demilitarisierung des Gazastreifens – für Israel ein wichtiger Punkt – sowie um einen Flug- und Seehafen. Die Hamas möchte beides errichten. Die Organisation sei aber auch bereit, die Verhandlungen darüber in die Zukunft zu verschieben, sofern Israel den anderen Punkten zustimmt.
Der Sprecher der islamistischen Organisation „Islamischer Dschihad“, Jusef al-Hasajina, teilte am Dienstag laut „Yediot Aharonot“ mit, angesichts des Forschritts der Verhandlungen sei auch eine dauerhafte Waffenruhe möglich. Die derzeitige Waffenruhe gilt bis Mittwoch Mitternacht Ortszeit.
Ein Vertreter der israelischen Delegation, der ungenannt bleiben wollte, zeigte sich jedoch skeptisch. „Die Kluft zwischen beiden Seiten ist groß, und es gibt keinen Fortschritt in den Verhandlungen.“

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