Humanitäre Hilfe für Gaza

GAZA (inn) – Seit Freitag hat Ägypten hunderte Tonnen an Lebensmitteln und Medikamenten in den Gazastreifen geschickt. Auch über Israel passierten zahlreiche Lkw-Ladungen mit Hilfsgütern die Grenze. Ein umfassendes Hilfsangebot des israelischen Gesundheitsministeriums haben die Palästinenser bisher jedoch abgelehnt.
Ein verletzter Palästinenser aus dem Gazastreifen wird in das israelische Feldkrankenhaus gebracht.

Ägyptens Präsident Abdel Fattah el-Sisi erklärte am Sonntag, die Lieferung von Lebensmitteln und Medikamenten nach Gaza gehe weiter, um „unsere palästinensischen Brüder zu unterstützen und ihr Leiden zu lindern“.
Über den Kerem-Schalom-Grenzübergang wurden von Israel aus zudem tonnenweise Lebensmittel und Kraftstoff in den Gazastreifen geliefert.
Wie die Tageszeitung „Yediot Aharonot“ berichtet, hat das israelische Gesundheitsministerium ein großes Hilfspaket für den Gazastreifen vorbereitet. Unter anderem hat es Medizin und medizinische Ausrüstung im Wert von Millionen von Schekeln vorbereitet. Die Hilfsgüter seien bereit zum Abtransport. Allerdings habe die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) das Hilfsangebot bisher abgelehnt. Israel sei weiter darum bemüht, dass die PA der Lieferung doch noch zustimme. Auch das Angebot der israelischen Hilfsorganisation „Roter Davidsstern“, Blutspenden in den Gazastreifen zu schicken, hat die PA abgelehnt.
Das Gesundheitsministerium hatte vor etwa einer Woche bereits der Eröffnung eines Feldkrankenhauses am Eres-Grenzübergang zugestimmt. Israels Gesundheitsministerin Jael German erklärte: „Zusätzlich haben wir den Bürgern von Gaza volle medizinische Behandlung in jedem unserer Krankenhäuser zugesagt, und wir werden das auch weiterhin tun.“ Die Ministerin betonte: „Der Staat Israel hat nicht das Verlangen, die Menschen in Gaza zu verletzen. Wir sind nicht in einen Krieg gezogen, um zu töten, sondern um das Volk Israel zu verteidigen, und wir werden den Palästinensern, so lange wir können, volle humanitäre Hilfe anbieten.“

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