Kerry, der Freitagnachmittag Kairo verlassen wird, präsentierte beiden Seiten ein Angebot über einen Waffenstillstand. Konkret handelt es sich um eine Feuerpause von einer Woche, die am Sonntag beginnen solle, meldet die israelische Tageszeitung „Ha‘aretz“. Unter ägyptischer Leitung sollen Israel und die Hamas über eine Friedenslösung verhandeln, auch die Palästinensische Autonomie solle an den Gesprächen teilnehmen. Israel dürfe in der Zeit weiterhin die von der Hamas für Terrorzwecke genutzten Tunnel im Gazastreifen zerstören.
Das israelische Sicherheitskabinett wollte noch am Freitag über den Vorschlag beraten. Kerry warte zudem auf Antworten des katarischen und türkischen Außenministers, wie sich der politische Führer der Hamas, Chaled Masch‘al, entschieden hat.
Zahl der Todesopfer steigt
„In den vergangenen 24 Stunden haben die israelischen Streitkräfte rund 40 Terroristen getötet“, gab ein Sprecher des israelischen Militärs am Freitagvormittag über Twitter bekannt.
Die israelische Armee griff in der Nacht zum Freitag erneut Terrorziele im Gazastreifen an. Insgesamt starben bislang mehr als 815 Palästinenser infolge der Militäroperation „Starker Fels“, berichtet die palästinensische Nachrichtenagentur „Ma‘an“. 32 israelische Armeeangehörige und drei Zivilisten seien bis Freitag, Tag 18 der Operation, ums Leben gekommen.
Hamas-Kämpfer ergeben sich
Unterdessen haben sich 150 palästinensische Hamas-Kämpfer in einer beispiellosen Aktion in der Nacht dem israelischen Militär ergeben, meldet die Onlinezeitung „Times of Israel“. Sie wurden festgenommen und in eine Haftanstalt im Süden Israels gebracht.