Mordfall Schelli Dadon: Arabischer Taxifahrer gesteht Tat

JERUSALEM (inn) – Der Mord an der 20-jährigen Israelin Schelli Dadon Anfang Mai steht vor der Aufklärung. Ein 34-jähriger arabischer Taxifahrer hat die Tat gestanden. Der Inlandsgeheimdienst Schabak geht von einem nationalistischen Tathintergrund aus.
Tod im Taxi: Ein arabischer Taxifahrer hat den Mord an einer jungen Jüdin gestanden. (Symbolbild)

Am Sonntag gab die Polizei bekannt, dass der Taxifahrer Hussein Chalifa, ein israelischer Araber aus dem Dorf I‘billin, der mutmaßliche Mörder sei. Der Inlandsgeheimdienst nahm ihn bereits am 16. Juni in Gewahrsam. Er habe die Tat gestanden und für die Ermittler rekonstruiert.
Dem Bericht zufolge hat der Taxifahrer die jüdische Israelin aus Afula am 1. Mai auf dem Weg zu einem Vorstellungsgespräch nach Migdal HaEmek mitgenommen. Auf der Fahrt sei es zu einem Streit gekommen. Chalifa sei im Industriegebiet von Migdal HaEmek zu einem abgelegenen Parkplatz gefahren und habe das Mädchen dort mit einem Messer erstochen. Später habe er sein Taxi von Blutspuren gesäubert und die Handtasche des Mädchens mit einem Handy sowie das Messer weggeworfen.
Eine Polizeistreife hatte Dadons Leiche zufällig wenige Stunden nach der Tat entdeckt. Die Leiche wies 17 Messerstiche auf. Über die Einzelheiten der Ermittlungen wurde in den folgenden Wochen kaum etwas bekannt. Zwischenzeitlich verhaftete die Polizei sechs Jugendliche, die die weggeworfene Tasche des Mädchens fanden und deren Kreditkarte nutzten. Der Minister für öffentliche Sicherheit, Jitzhak Aharonovitsch, sprach dabei von „dramatischen Entwicklungen“ bei der Tätersuche. Die sechs Jugendlichen wurden wieder freigelassen.
Noch haben die Ermittler nichts über das Mordmotiv mitgeteilt. Der Inlandsgeheimdienst Schabak vermutet, dass der Taxifahrer die junge Frau aus „nationalistischen Motiven“ umgebracht habe.

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