Der Hamas-Sprecher Sami Abu Suhri sprach gegenüber der palästinensischen Nachrichtenagentur „Ma‘an“ von neun Toten. Demnach starben sechs Mitglieder des militärischen Hamas-Flügels bei einem Angriff auf einen Tunnel an der Grenze zu Ägypten. Sie wurden identifiziert als Ibrahim Balawi (24), Abdul-Rahman al-Samili (22), Mustafa Abu Mur (22), dessen Zwillingsbruder Chalid, Scharaf Ghannam (22) und Dschuma Abu Schaluf (24).
Ein weiterer Kämpfer des militärischen Hamas-Flügels, der Issadin-al-Kassam-Brigaden, starb infolge eines Angriffes auf einen Trainingsstützpunkt. Dieser befindet sich östlich der Grenzstadt Rafah. Abu Suhri drohte mit Vergeltung: „Die Ermordung einiger Kämpfer, die zu den Al-Kassam-Brigaden gehören, durch den Feind, ist eine gefährliche Eskalation, für die der Feind einen Preis zahlen wird.“
Die Luftwaffe beschoss außerdem ein Ziel im Flüchtlingslager Al-Burejdsch im zentralen Gazastreifen. Zwei Palästinenser kamen dadurch zu Tode. Eine neue militärische Gruppe veröffentlichte unter dem Namen „Abdul-Kadir al-Husseini-Brigaden“ eine Mitteilung. Darin hieß es, die beiden Männer seien ihre Mitglieder gewesen. Es handelt sich bei den Getöteten um Masin al-Dschija und Marwan Salim.
Durch ein Bombardement in Beit Hanun im Norden erlitten nach Angaben eines ärztlichen Vertreters ein Kind, zwei Teenagermädchen und zwei Männer Verletzungen. Weitere Angriffe flog die Luftwaffe in Chan Junis und Gaza, dabei wurde niemand verwundet.
Rakete trifft Kibbutz
Am Sonntag hatten Palästinenser vom Gazastreifen aus mehr als 25 Raketen und Granaten auf Israel abgefeuert. Die meisten landeten auf offenem Feld. Eine Rakete verursachte im Raum Aschkelon ein kleines Feuer, eine weitere traf einen Kibbutz. Ein Soldat wurde durch Splitter leicht verletzt. Die Armee rief die Bewohner vorübergehend auf, in ihren Schutzräume zu verweilen. Dies meldet die israelische Tageszeitung „Yediot Aharonot“.