Israel verurteilt Mord an Palästinenser

JERUSALEM / TEL AVIV (inn) – Führende israelische Politiker haben den Mord an einem jungen Palästinenser verurteilt. Der Weltsicherheitsrat nannte die Tat „abscheulich“.
Premierminister Netanjahu nutzte einen Empfang in der US-Botschaft, um den Mord zu verurteilen.

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu sagte am Donnerstagabend bei einem Empfang in der US-Botschaft über den Mord: „Ich verurteile diese Tat unmissverständlich. Wir kennen weder die Identität noch die Motive des Täters, aber wir werden sie herausfinden. Und wir werden die Schuldigen für ihre schreckliche Tat zur Verantwortung ziehen.“ Das berichtet die Online-Zeitung „Times of Israel“.
Der scheidende Staatspräsident Schimon Peres rief in einer Stellungnahme zu Respekt und Besonnenheit auf. „Ich appelliere an alle Bürger, sich an die Gesetze zu halten und Hass und Hetze eine Absage zu erteilen“, sagte er laut einer Mitteilung des Außenministeriums.
Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verurteilte den Mord als „abscheuliches Verbrechen“. Das Gremium sprach den Angehörigen des Getöteten sein tiefstes Mitgefühl aus.

Große Friedenskundgebung in Tel Aviv

In Tel Aviv demonstrierten am Donnerstagabend mehrere tausend Menschen gegen die „Welle des Hasses“, die in den vergangenen Tagen durch Israel gegangen sei. Organisiert wurde sie von der linksgerichteten Organisation „Frieden jetzt“. Auf den Transparenten der Demonstranten waren Parolen wie „Nein zur Rache, Nein zur Eskalation“ zu lesen. Während die Trauerkundgebungen um die drei ermordeten jüdischen Teenager keine politischen Äußerungen enthielten, nutzten die Linken laut einem Bericht der „Times of Israel“ die Kundgebung in Tel Aviv, um gegen die Regierung von Premierminister Netanjahu zu wettern.
Die Leiche des 16-jährigen Muhammad Abu Chdeir war am Mittwoch in einem Wald bei Jerusalem gefunden worden (Israelnetz berichtete). Über die Hintergründe herrscht noch Unklarheit. Weder ein Racheakt für die Ermordung dreier israelischer Teenager durch Hamas-Aktivisten noch ein krimineller Hintergrund werden derzeit ausgeschlossen.

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