Lieberman in Kenia: Gemeinsam gegen Terror kämpfen

NAIROBI (inn) – Vom Terror betroffene Staaten sollten eine gemeinsame Informationsbörse bilden, um wirksamer gegen die Bedrohung vorgehen zu können. Dies hat Israels Außenminister Avigdor Lieberman am Mittwoch bei einem Treffen mit dem kenianischen Präsidenten Uhuru Kenyatta in Nairobi vorgeschlagen.
Sprachen über Terror: Israels Außenminister Lieberman und der kenianische Präsident Kenyatta

Angesichts der verheerenden Terroranschläge in den vergangenen zwei Wochen habe sein Besuch in Kenia eine besondere Bedeutung, sagte Lieberman laut einer Mitteilung seines Ministeriums. Israel stehe in diesen schweren Zeiten an der Seite des ostafrikanischen Landes und verurteile die jüngsten Attentate.
Staatspräsident Kenyatta bekundete Unterstützung für Israel. Er äußerte die Hoffnung, dass die drei entführten israelischen Teenager bald freikommen.
Lieberman versprach, sich möglichst bald dafür einzusetzen, dass die islamistischen Organisationen „Boko Haram“ und „Al-Schabab“ auf die israelische Liste der Terrorgruppen kommen. Boko Haram („Westliche Bildung ist Sünde“ ) verübt vor allem Anschläge in Nigeria. Die Gruppe Al-Schabab hat ihr Zentrum in Somalia, operiert aber auch gegen Ziele im benachbarten Kenia.
Der israelische Außenminister sprach von einer „Achse des Bösen“, die sich vom Nahen Osten nach West- und Ostafrika erstrecke. Als Beispiele nannte er ISIS („Islamischer Staat im Irak und in Syrien“) im Irak, die Hamas in der Palästinensischen Autonomie, Boko Haram in Westafrika und Al-Schabab in Ostafrika. Die Gruppen seien Teil des weltweiten Dschihad-Netzwerkes. Die internationale Gemeinschaft führe weiter endlose Diskussionen zu dem Thema, die in den meisten Fällen nur theoretische Verurteilungen durch internationale Einrichtungen zur Folge hätten.
Die Länder in den betroffenen Regionen müssten ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen, folgerte Lieberman. Sie dürften sich nicht auf Hilfe von außen verlassen. Die Wirklichkeit in Syrien, Libyen und dem Irak habe gezeigt, dass die internationale Gemeinschaft – bei allem Respekt – keine geeigneten Mittel entwickelt habe, um eine schnelle und effiziente Antwort auf die Bedrohungen des weltweiten Terrors zu geben. Der Minister schlug vor, mit den Ländern einen gemeinsamen Mechanismus zu entwickeln, um Informationen auszutauschen. Dies würde auch eine rasche und wirksame Antwort auf Bedrohungen ermöglichen.
In Kenia beendete Lieberman eine zehntägige Afrikareise. Zuvor hatte er Ruanda, die Elfenbeinküste, Ghana und Äthiopien besucht.

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