Bestechungsvorwürfe gegen Ben-Elieser

JERUSALEM (inn) – Der Altpolitiker und Präsidentschaftskandidat Benjamin (Fuad) Ben-Elieser steht im Verdacht, Schmiergelder angenommen zu haben. Am Freitag wurde er von der Polizei vorgeladen, sich unter „Verwarnung“ innerhalb von 20 Minuten zum Verhör zu melden.
Der Avoda-Politiker Ben-Elieser soll Bestechungsgelder angenommen haben. (Archivbild)

Ben-Elieser, 78, war in der Vergangenheit mehrfach Minister, darunter auch Verteidigungsminister, und kandidiert derzeit als Abgeordneter der sozialistischen Arbeitspartei für das Amt des Staatspräsidenten in der Nachfolge von Schimon Peres.
Zuvor war bereits ein anderer Bewerber, Energie- und Wasserminister Silvan Schalom, von der Präsidentschaftskandidatur zurückgetreten. Eine Frau hatte ihm sexuelle Misshandlung vorgeworfen. Der Fall konnte nicht nachgewiesen werden und war ohnehin veraltet, weil er 16 Jahre zurücklag. Schalom hatte diese Verdächtigung als Verleumdung und Schlammschlacht verurteilt. Wegen Rufschädigung trat er dennoch von der Kandidatur zurück.
Die erste Wahlrunde zum Präsidentenamt soll am kommenden Dienstag stattfinden.
Der Vorgänger von Peres, Mosche Katzav, musste zurücktreten und sich wegen „Vergewaltigung im Amt“ vor Gericht verantworten. Er wurde zu sieben Jahren Haft verurteilt. Der ehemalige Premierminister Ehud Olmert ist kürzlich zu sechs Jahren Haft wegen Bestechung verurteilt worden. Weitere Verfahren gegen ihn stehen noch aus.

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