In der von den Vereinten Nationen in New York veröffentlichten Erklärung von Generalsekretär Ban-Ki Moon heißt es: „Der Bau von Siedlungen auf besetztem Gebiet ist nach internationalem Recht illegal.“ Die Siedlungsaktivitäten seien umgehend einzustellen, forderte Ban. Gleichzeitig wiederholte er seinen Aufruf zur Besonnenheit und zum Verzicht auf einseitige Schritte bei Israelis und Palästinensern.
Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton ist laut einer Presseerklärung „tief enttäuscht“ über die israelischen Pläne. „Wir rufen die israelische Regierung auf, diese Entscheidung rückgängig zu machen“, erklärte sie. Zudem müsse alles getan werden, um die Gespräche wieder aufzunehmen. Sämtliche Handlungen, die die Aussicht auf eine Zwei-Staaten-Lösung untergraben könnten, seien zu unterlassen.
Bundesregierung: „Gefahr für Friedensbemühungen“
Auch die Bundesregierung hat Israels Pläne kritisiert – mit ungewöhnlich scharfen Worten. „Dieser Schritt birgt die Gefahr, dass die Bemühungen für eine Fortsetzung der Friedensverhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern weiter erschwert werden“, sagte Vize-Regierungssprecherin Christiane Wirtz laut Deutscher Presse-Agentur (dpa) am Freitag in Berlin. „Die Bundesregierung ist äußerst besorgt.“ Zugleich appellierte sie an Israel, von der Ausschreibung und von allen „einseitigen provokativen Schritten“ abzusehen.