Nachdem sich die palästinensischen Parteien Hamas und Fatah auf die Bildung einer Einheitsregierung geeinigt haben, hatte Israel erklärt, nicht mehr mit den Palästinensern zu verhandeln. Die Regierung schließt Gespräche mit der Hamas aus, da diese die Zerstörung Israels propagiert.
Auf die Frage, ob Verhandlungen mit der Hamas jemals möglich seien, sagte Lapid am Freitag: „Es ist nicht so, dass so etwas nicht schon früher passiert ist.“ Auch die PLO sei eine Terrorgruppe gewesen und habe sich gewandelt. Derzeit sei er aber gegen Gespräche mit der Hamas, betonte Lapid, da er die Organisation als Terrorgruppe betrachte.
Der Finanzminister zitierte in dem Gespräch den ermordeten israelischen Premierminister Jitzhak Rabin mit den Worten: „Wir verhandeln um Frieden, als gäbe es keinen Terror, und wir bekämpfen Terror, als gäbe es keinen Frieden.“
Eine Sprecherin Lapids betonte am Samstag, der Minister habe gegenüber dem „Wall Street Journal“ gesagt, er sei nur dann zu Gesprächen mit der Hamas bereit, wenn diese dem Terror absage, Israel anerkenne und frühere Abkommen akzeptiere.