Tempelberg: Jordanien rügt israelische Sicherheitskräfte

AMMAN / JERUSALEM (inn) – Jordanien hat am Montag den israelischen Botschafter in Amman, Daniel Nevo, einbestellt. Anlass waren Sicherheitsmaßnahmen auf dem Tempelberg, die nach jordanischer Auffassung gegen die Friedensverträge zwischen den beiden Staaten verstoßen.
Sicherheitsmaßnahmen auf dem Tempelberg führten zum Zwist zwischen Jordanien und Israel.

Gemäß der jordanischen Nachrichtenagentur „Petra“ verurteilte das Außenministerium in Amman das israelische Vorgehen auf dem Jerusalemer Tempelberg. Israel sei dafür verantwortlich, dass Sicherheitskräfte die Al-Aksa-Moschee gestürmt hätten. Zudem seien Gläubige und Angestellte der islamischen Aufsichtsbehörde Wakf angegriffen worden. Dies sei ein „ungeheuerlicher“ Verstoß gegen internationales Recht und gegen das Friedensabkommen zwischen Jordanien und Israel von vor 20 Jahren. Botschafter Nevo sicherte zu, die Mitteilung umgehend an die israelische Regierung weiterzuleiten.
In den vergangenen Tagen hatten Dutzende junge Araber auf dem Tempelberg randaliert. Einige waren maskiert. Sie bewarfen Sicherheitskräfte mit Steinen und Feuerwerkskörpern. Daraufhin wurde das Gelände für Besucher geschlossen. Es habe zahlreiche Festnahmen gegeben, schreibt die israelische Tageszeitung „Yediot Aharonot“.
In diesem Jahr haben die westliche und die östliche Kirche gleichzeitig Ostern gefeiert. Auch das jüdische Passahfest fiel in diese Zeit. Deshalb waren an den Feiertagen besonders viele Pilger in der Jerusalemer Altstadt unterwegs. Israel reagierte mit erhöhten Sicherheitsvorkehrungen.

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