Das Ministerium für die Aufnahme von Einwanderern habe seit dem 1. April 250 Immigranten aus der Ukraine registriert, berichtet die israelische Tageszeitung „Ha‘aretz“. Die hohe Zahl könne mit dem Streik in Behörden während der letzten Märzwoche zusammenhängen. In den ersten drei Monaten des Jahres seien 557 ukrainische Juden aufgenommen worden, das sind 43 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Wie die Zeitung berichtet, sei die Zahl der Einwanderer besonders aus den Regionen um Odessa, Dnepropetrovsk, Charkiw und der Krim, die im März von Russland annektiert wurde, gestiegen.
Bilana Schachar, Direktorin der Abteilung für russischsprachige Immigranten, erklärte, die Zahl derjenigen, die sich in der Ukraine nach den Formalitäten zum Auswandern erkundigen, lasse darauf schließen, dass weiterhin eine große Zahl ukrainischer Juden nach Israel ausreisen wolle. Auch in der Hauptstadt Kiew würden diese Zahlen ansteigen.
In jüngster Zeit sind laut „Ha‘aretz“ etwa 2.000 Juden aus der Ukraine nach Israel ausgewandert. Gut 200.000 Juden leben derzeit in dem osteuropäischen Land.