Die Extremisten zerstachen laut der Polizei die Reifen von 34 Autos. Ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete hingegen von 45 Autos, bei denen alle vier Reifen beschädigt waren.
Der Angriff hat sich in der Ortschaft Beit Hanina abgespielt, wo an einem Bus das Graffito „Nichtjuden im Land sind Feinde“ zu lesen war. Augenzeugen berichteten laut der palästinensischen Nachrichtenagentur „Ma‘an“, dass fünf Israelis um 2:30 Uhr aus der Richtung des Stadtteils Pisgat Se‘ev gekommen seien. Zwei der Personen hätten Wache gestanden, die anderen den Vandalismus ausgeführt.
Das Wort „Preisschild“ wird von einer kleinen Randgruppe jüdischer Extremisten verwendet, die nicht mit der israelischen Politik einverstanden ist, weil diese Palästinenser bevorzuge. Sie wollen damit verdeutlichen, dass jeder Angriff auf sie oder ihre Siedlungen einen Preis hat. Bereits in der Vergangenheit sind mehrfach Moscheen, Kirchen, Friedhöfe und Fahrzeuge geschändet worden.