Britische Architekten für Israel-Boykott

LONDON (inn) – Das „Königliche Institut Britischer Architekten“ (RIBA) hat sich für einen Israel-Boykott stark gemacht. Es fordert den Ausschluss Israels aus der Internationalen Architektenvereinigung (UIA).
Britische Architekten wollen ihre israelischen Kollegen aus der Internationalen Architektenvereinigung ausschließen.

Die Mitgliedschaft der Israelischen Architektenvereinigung solle ausgesetzt werden, bis sich diese „den Projekten auf illegal besetztem Land widersetzt und internationalem Recht unterwirft“, heißt es in einer Mitteilung der RIBA vom 19. März. Deren Mitglieder stimmten mit 23 zu 16 Stimmen für diese Forderung, 10 Mitglieder enthielten sich. Eine Stellungnahme der UIA liegt noch nicht vor.
Die RIBA beruft sich auf die Resolution 13 der UIA. Darin verurteilt der Rat der Architektenvereinigung Bauvorhaben auf „ethnisch gesäubertem oder illegal angeeignetem Land“. Außerdem positioniert sich der Rat gegen Regulierungen, die auf Diskriminierung basieren und gegen Handlungen, die der Vierten Genfer Konvention entgegenstehen.
Damit wendet sich die RIBA gegen die Siedlungsbewegung im Westjordanland. Der Vierten Genfer Konvention zufolge darf kein Land seine Bevölkerung in besetztes Gebiet umsiedeln oder deportieren. Israel merkt jedoch an, dass die Siedlungsbewegung auf Freiwilligkeit basiere und kein einziger Israeli „deportiert“ oder „umgesiedelt“ wurde.

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