Hamas: Ägyptens Gaza-Blockade ist „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“

GAZA (inn) – Die im Gazastreifen regierende islamistische Organisation Hamas hat am Dienstag die Schließung des Grenzübergangs Rafah nach Ägypten scharf verurteilt. Dieser ist seit 39 Tagen für den Zugang teilweise gesperrt.
Die Hamas und die UN haben sich kritisch zur Sperrung des Rafah-Übergangs geäußert.

Ägypten hatte den Zugang zum Grenzübergang aufgrund von Sicherheitsbedenken erheblich eingeschränkt. Der palästinensischen Nachichtenagentur „Ma‘an“ sagte der Sprecher der Hamas Fawsi Barhum: „Dass ägyptische Behörden auf die Schließung des Rafah-Übergangs bestehen und die Gaza-Blockade verschärft wird, ist nach allen Standards ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und ein Verbrechen am palästinensischen Volk.“
Die Hamas prangert außerdem an, dies geschehe, „während Israel die Gewalt eskalieren lässt“. Sowohl Ägypten als auch Israel seien für die Folgen dieses „Verbrechens“ zur Verantwortung zu ziehen.
Auch die Vereinten Nationen (UN) äußerten sich am Dienstag kritisch zur Sperrung des Zugangs. „Wir sind uns des schwierigen Sicherheitsaspekts bezüglich des Gazastreifens voll bewusst. Dennoch sollte der Preis nicht vom Volk bezahlt werden“, sagte Jeffrey Feltman, der Untersekretär für politische Angelegenheiten bei den UN. Angesichts der Zugangssperren hätten die UN Schwierigkeiten, vor Ort Hilfe zu leisten. Er rief alle beteiligten Parteien dazu auf, dazu beizutragen, die Lage für die Bevölkerung zu erleichtern.

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