Die Soldaten befanden sich am Nachmittag mit einem Jeep auf Patrouille an der israelisch-syrischen Grenze, als sie auf einen Sprengsatz fuhren. Der Vorfall ereignete sich nördlich von Madschdal Schams. Einer der Fallschirmjäger wurde schwer verwundet, die drei anderen leicht bis mittelschwer. Sie wurden in ein Krankenhaus in der Küstenstadt Haifa gebracht, wie der Radiosender „Galei Zahal“ auf seiner Webseite meldet.
Die israelische Luftwaffe beschoss daraufhin laut Armeeangaben Ziele, die eine solche terroristische Aktivität ermöglich hätten. Dazu gehörten Hauptquartiere des syrischen Militärs und ein Trainingslager. Nach syrischen Angaben wurde ein Soldat getötet. Sieben weitere Menschen hätten Verletzungen erlitten. Über die internationalen Truppen der UNDOF habe Israel der syrischen Regierung zudem eine klare Botschaft bezüglich des Anschlags zukommen lassen. Bereits in der vorigen Woche war ein Jeep in der Region durch einen Sprengsatz beschädigt worden.
Offenbar hatten die Bombenleger den dichten Nebel genutzt, der in den vergangenen Tagen am Berg Hermon herrschte. Nach Einschätzung von Armeevertretern agierten sie von bebautem Gebiet in Kuneitra aus, unter dem Schutz des syrischen Militärs. Libanesische und syrische Medien berichten, eine drusische Miliz habe die Bombe gelegt. Sie identifiziere sich mit dem Assad-Regime und der Hisbollah.
Israel macht Assad-Regime verantwortlich
Israels Verteidigungsminister Mosche Ja‘alon erklärte am Mittwochmorgen: „Wir werden keinerlei Störung unserer Souveränität oder Schädigung unserer Soldaten und Zivilisten dulden. Wir werden mit Entschiedenheit und Stärke auf jeden reagieren, der gegen uns agiert, zu jeder Zeit und an jedem Ort, wie wir das heute Nacht getan haben. Wer versucht, uns zu schaden, dessen Blut komme über sein Haupt. Wir sehen auch das Assad-Regime verantwortlich für das, was von seinem Gebiet aus geschieht.“
Generalstabschef Benny Gantz sagte: „Ich hoffe für sie, dass sie mit dem Unsinn aufhören. Wir sind bereit und verfolgen, was geschieht. Wer von welchem Ort auch immer gegen uns agiert, wird unsere Reaktion zu spüren bekommen.“
Premierminister Benjamin Netanjahu wünschte den Verwundeten in einer Sitzung der Fraktion „Likud-Beiteinu“ baldige Genesung. Er ergänzte: „Die Grenze zu Syrien füllt sich mit Dschihad- und Hisbollah-Anhängern. Das ist eine neue Herausforderung für den Staat Israel. In den letzten Jahren haben wir uns angesichts des Bürgerkriegs in Syrien ruhig verhalten.“ Doch um Israels Sicherheit zu wahren, werde mit Entschlossenheit gehandelt.