Wahlumfrage: Zugewinn für Netanjahu

JERUSALEM (inn) – Das Bündnis von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu bleibt in der Wählergunst ganz oben: Wenn es jetzt Knessetwahlen gäbe, würde „Likud-Beiteinu“ sogar drei Sitze hinzugewinnen. Die „Zukunftspartei“ von Finanzminister Jair Lapid wäre hingegen nicht mehr zweitstärkste Kraft im Parlament.
Wenn die Israelis jetzt wählen gingen, könnte die Liste "Likud-Beiteinu" ihre Spitzenposition ausbauen.

Laut der Umfrage des Institutes „Panels Politics“ könnte sich die Liste „Likud-Beteinu“ von Netanjahu und Außenminister Avigdor Lieberman von 31 auf 34 Sitze verbessern. Die sozialdemokratische Avoda erhielte 19 statt 15 Mandate, wenn die Israelis jetzt an die Urnen gerufen würden. Lapids „Jesch Atid“ hingegen würde von 19 auf 11 sinken. Sie hatte bei den Wahlen im Januar 2013 zum ersten Mal kandidiert. Wirtschaftsminister Naftali Bennett könnte die Abgeordnetenzahl seiner Partei „HaBait HaJehudi“ von 12 auf 14 verbessern.
Bei der linksgerichteten Meretz würde sich die Zahl der Sitze von 6 auf 10 erhöhen. Für die ultraorthodoxe Schass macht sich offenbar der Tod ihres langjährigen geistlichen Oberhauptes, Rabbi Ovadja Josef, in der Erhebung bemerkbar: Sie bekäme statt 11 nur noch 7 Mandate. Die Partei „HaTnuah“ von Justizministerin und Chefunterhändlerin Zippi Livni könnte 4 statt 6 Abgeordnete stellen. Die einst vom im Januar verstorbenen Premierminister Ariel Scharon gegründete Kadima-Partei, derzeit mit 2 Sitzen in der Knesset, würde an der Prozentklausel scheitern.

Mit neuer Prozenthürde: Nur eine arabische Partei in der Knesset

Einem Bericht der Tageszeitung „Jerusalem Post“ zufolge hat „Panels Politics“ in einer Simulation die auf 3,25 erhöhte Prozenthürde mit einberechnet. Demnach hätte das Bündnis „Likud-Beiteinu“ 36 Sitze, die Avoda 20, „HaBait HaJehudi“ 15 und „Jesch Atid“ 12. Die arabischen Parteien „Ra‘am Ta‘al“ (jetzt 4) und „Balad“ (jetzt 3) würden den Einzug ins Parlament verpassen. Hingegen käme die arabische „Hadasch“ auch jetzt auf 4 Mandate.
Die Knesset hatte am Dienstag entschieden, die Prozentklausel zu erhöhen (Israelnetz berichtete).

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