Die Luftwaffe habe im Süden des Gazastreifens, südöstlich von Chan Junis, drei palästinensische Widerstandskämpfer getötet, teilte der Sprecher des Gesundheitsministeriums in Gaza, Aschraf al-Kidra, der palästinensischen Nachrichtenagentur „Ma‘an“ mit. Es handele sich um den 23-jährigen Ismail Abu Dschudah, den 24-jährigen Schahir Abu Schanab und den 33 Jahre alten Abd al-Schafi Muammar. Die Leichen wurden ins Europäische Krankenhaus in Chan Junis gebracht.
Die drei Palästinenser waren Mitglieder der Terrorvereinigung Islamischer Dschihad. „Sie waren in Konfrontation mit der Besatzung, als sie versuchten, die Weiterfahrt israelischer Militärfahrzeuge zu verhindern, die sich dem Gebiet näherten“, heißt es in einer Mitteilung der Organisation.
Die israelische Armee ließ verlauten: „Terroristen, die zum Palästinensischen Islamischen Dschihad gehören, haben im südlichen Gazastreifen eine Mörsergranate auf israelische Truppen abgeschossen. Ein israelisches Flugzeug reagierte sofort, um weitere Angriffe auf israelische Zivilisten zu verhindern. Es zielte auf die Terrorzelle. Direkte Treffer wurden bestätigt.“ Die angegriffenen Soldaten hätten am Grenzzaun Routinearbeiten verrichtet.
Steinewerfer erschossen
Bereits am Montag erschossen Soldaten im Westjordanland einen Palästinenser, der nach Angaben der Armee Israelis mit Steinen angegriffen hatte. „Ein Palästinenser hat bei Beit El Felsbrocken auf ein israelisches Fahrzeug und einen Bus geworfen“, teilte eine Militärsprecherin mit. „Die Soldaten vor Ort reagierten, indem sie das Feuer auf den Verdächtigen eröffneten. Der Palästinenser wurde verwundet und erlag später seinen Verletzungen.“ Die Sicherheitskräfte hätten eine Untersuchung eingeleitet.
Gemäß „Ma‘an“ wurde der Tote als der 18-jährige Sadschi Darwisch aus der Ortschaft Beitin identifiziert. Palästinenser widersprachen jedoch der israelischen Darstellung zu den Umständen seines Todes, wie die israelische Tageszeitung „Yediot Aharonot“ berichtet. Angehörige sagten, er habe in der Nähe seines Hauses die Ziegen seiner Familie gehütet. Die Gouverneurin von Ramallah, Laila Ghannam, merkte an: „Es gab keine Anzeichen für Zusammenstöße, und es war durch die Kleidung des Mannes klar, dass er sich dort befand, um für die Ziegen zu sorgen.“