Bei seinem Gespräch mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow am Donnerstag thematisierte Lieberman das Waffenschiff, das die israelische Luftwaffe am Mittwoch aufgehalten hatte. Die Raketen an Bord seien in Syrien hergestellt, sagte er laut des israelischen Internetportals „Nana10“. „Wir identifizieren immer mehr Versuche von Seiten der Syrer, qualitative und hoch entwickelte Waffen zur Hisbollah und zur Hamas zu transportieren, und wir haben nicht die Absicht, uns mit dieser Situation abzufinden.“
Der israelische Minister äußerte die Hoffnung, dass Russland weiter dafür Sorge trage, dass die chemischen Waffen aus dem Gebiet und der Kontrolle der Syrer entfernt werden.
Wenige Stunden später kam Lieberman in der italienischen Hauptstadt mit US-Außenminister John Kerry zusammen. Einzelheiten aus dem Gespräch wurden nicht bekannt.
Israelische Stellungnahme zur Ukraine-Krise
Am Mittwoch hatte das israelische Außenministerium erstmals eine offizielle Stellungnahme zur Krise in der Ukraine veröffentlicht – offenbar auf Betreiben der USA, wie die Tageszeitung „Ma‘ariv“ berichtet. Darin heißt es: „Israel verfolgt mit großer Besorgnis die Ereignisse in der Ukraine. Es ist besorgt um das Wohlergehen all ihrer Bürger und hofft, dass sich die Lage nicht verschlechtert und es keine Verluste von Menschenleben gibt. Israel hofft, dass die Krise in der Ukraine mit diplomatischen Mitteln behandelt und auf friedlichem Wege gelöst werden kann.“ Die Halbinsel Krim kommt in der Mitteilung nicht vor.