Bei dem Getöteten handelt es sich um Tal Nachman aus Ness Ziona. Die Umstände des Vorfalls werden noch untersucht.
Ersten Angaben zufolge führte Nachman eine Aufklärungs-Einheit an und befand sich mit dieser nahe des Grenzzaunes zum Gazastreifen. Dabei hatte er sein Fahrzeug verlassen und sich auf dessen Dach begeben, um einen Gegenstand aus einem externen Fach zu holen. Soldaten der Infanteriebrigade „Givati“, die in der Gegend patrouillierten, sahen in Nachman offenbar eine verdächtige Person. Als diese auf die Anweisungen der Soldaten nicht reagierte, eröffnete einer der Armeeangehörigen das Feuer. Dabei wurde Nachman trotz schusssicherer Weste schwer verletzt. Er starb auf dem Weg in ein Krankenhaus.
„Tal wurde von unseren eigenen Leuten für nichts getötet“, sagte der Vater des Opfers gegenüber dem israelischen Rundfunk. „Ein Soldat der Givati-Brigade hat ihn aus Versehen erschossen. Es war nicht einmal im Krieg. Ich nehme an, Gott hatte andere Pläne. Unsere größte Angst war es, eine Hinterbliebenen-Familie zu werden. Aber die Statistik hat uns eingeholt.“ Der Dienstag sollte der letzte Tag seines Sohnes in der Nähe des Gazastreifens sein, so der Vater. Danach sollte Tal Nachman zum Training in eine ruhigere Gegend versetzt werden.
Nachman wurde posthum zum Hauptmann ernannt. Am Dienstagmorgen soll er in Ness Ziona beigesetzt werden.
Die Hamas und andere palästinensische Organisationen drohen immer wieder damit, israelische Soldaten zu entführen. Laut der Onlinezeitung „Times of Israel“ könnte dies bei der Reaktion der Fußeinheit auf die verdächtige Person auf dem Fahrzeugdach eine Rolle gespielt haben.