USA weisen Kritik an Kerry scharf zurück

WASHINGTON (inn) – Die US-Sicherheitsberaterin Susan Rice hat via Twitter israelische Kritik an US-Außenminister John Kerry zurückgewiesen. In der Nacht zum Dienstag schrieb Rice, dies sei „inakzeptabel“.
Kerrys Unterstützung für Israels Sicherheit und Wohlstand sei beständig, heißt es auf Rice' Twitter-Account.

Rice twitterte: „Die persönlichen Angriffe gegen Kerry in Israel sind völlig unbegründet und inakzeptabel.“ Der US-Außenminister hatte am Samstag auf der Münchner Sicherheitskonferenz davor gewarnt, dass es Konsequenzen für Israel hätte, wenn die Nahost-Friedensverhandlungen scheiterten . Ein Misserfolg führe zu weiterem Boykott und Israels Existenzrecht würde untergraben werden.
Der stellvertretende Verteidigungsminister Danny Danon hatte sich verärgert über diese Äußerungen gezeigt: „Freunde stellen kein Ultimatum.“ Israel würde die Verhandlungen nicht „mit einer Pistole am Kopf“ führen. Wirtschaftsminister Naftali Bennett warf den USA indirekt vor, „ein Megaphon des antisemitischen Boykotts gegen Israel“ zu sein (Israelnetz berichtete).
Die US-Politikerin Rice erwiderte dies am Dienstag mit mehreren Tweets: „John Kerrys Unterstützung für Israels Sicherheit und Wohlstand besteht verlässlich.“ Die USA verpflichteten sich den Verhandlungen, um die israelische und palästinensische Zukunft zu sichern. Weiter schrieb sie: „Die US-Regierung hat sich klar und beständig geäußert, dass wir Vorstöße, Israel zu boykottieren oder zu delegitimieren, ablehnen.“

Livni und Netanjahu verteidigen Kerry:

Die israelische Justizministerin und Friedensverhandlungsführerin Zippi Livni verteidigte Kerry laut der Onlinezeitung „Times of Israel“ am Montag: „Einige von denen, die so stark gegen den US-Außenminister sprechen, würden vor Peinlichkeit ihre Augen senken, wenn sie wüssten, was Kerry getan hat, um diese Bedrohungen und Boykotte zu verhindern.“
Auch Premierminister Benjamin Netanjahu sprach sich nach einem sonntäglichen Gespräch mit Kerry in einer Stellungnahme für den US-Außenminister aus. Kerry sei gegen die Boykottierung. „Das ist eine wichtige Klarstellung. Dies behält die traditionelle amerikanische Einstellung gegen arabischen Israel-Boykott bei, bei der die USA sowohl gegen solche Boykotte sind als auch dagegen handeln.“ Netanjahu vertraut den USA und ihrer aktiven Ablehnung. „Der Friedensprozess ist sensibel. Es kann Perioden geben, die sind geprägt von Missverständnissen und Uneinigkeit.“ Der beste Weg, diese zu umgehen, seien Diskussionen und keine persönlichen Angriffe.

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