Bei der Zusammenkunft ging es unter anderem um die Entwicklungen im Nahen Osten und die im Februar anstehenden deutsch-israelischen Regierungskonsultationen in Jerusalem.
Ja‘alon lobte die „besonderen Beziehungen“ zwischen Deutschland und dem jüdischen Staat. Sein Land schätze die anhaltende Unterstützung der Bundesrepublik. Beide Länder teilten gemeinsame Werte und Interessen. Sie blickten auf eine dunkle Vergangenheit zurück, hätten aber eine helle Zukunft vor sich.
Im Blick auf die Lage in Nahost teilte Ja‘alon mit, er gehe von einer anhaltenden Instabilität in den nächsten Jahren aus. Die Situation sei sehr komplex. Der Minister wünschte sich mehr Demokratie in Israels Nachbarstaaten, betonte jedoch: „Ich glaube nicht, dass ich zu Lebzeiten noch Demokratie in der arabischen Welt erleben werde.“
Für die Instabilität in der Region machte Ja‘alon den Iran hauptverantwortlich. „Die Iraner sind in die Konflikte im Nahen Osten involviert, und sie verbreiten Terror in Südamerika, Asien und Afrika.“ Das iranische Atomprogramm müsste gestoppt werden, anderenfalls werde es zu einem Alptraum für den Nahen Osten und die ganze Welt, sagte Ja‘alon laut der Online-Zeitung „Times of Israel“.