Ein hoher Beamter des palästinensischen Außenministeriums habe eine öffentliche Entschuldigung für die Existenz illegaler Waffen auf dem Gelände der Botschaft veranlasst, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums.
Nach Angaben der palästinensischen Nachrichtenagentur Ma‘an entschuldigten sich die Palästinenser auch „für den Vorfall, der zum tragischen Tod des palästinensischen Botschafters Dschamal al-Dschamal am 1. Januar führte“.
Die Sprecherin des tschechischen Außenministeriums, Johana Grohova, erklärte: „Beide Seiten haben sich darauf geeinigt, dass es gut wäre, erst die Ergebnisse der polizeilichen Untersuchung abzuwarten.“ Die Palästinenser hätten betont, sie würden die erforderlichen Schlüsse ziehen und die nötigen Vorkehrungen treffen, damit sich ein ähnlicher Vorfall nicht wiederhole.
Al-Dschamal kam bei dem Versuch ums Leben, einen Tresor in seiner Botschaft in Prag zu öffnen, der angeblich mit einem Sprengsatz gegen Diebstahl gesichert war. Dabei fand die Polizei zwölf Feuerwaffen, die teilweise nicht in Tschechien registriert sind. Die wirkliche Ursache von Al-Dschamals Tod ist noch nicht geklärt. Derzeit geht die Polizei von einem Unfall aus. Al-Dschamals Tochter, Rama, vermutet hingegen, dass ihr Vater ermordet worden ist (Israelnetz berichtete).