„Israel darf nicht Prügelknabe des Menschenrechtsrates sein“

GENF (inn) – Israel hofft nach der Wiederaufnahme der Zusammenarbeit mit dem UN-Menschenrechtsrat auf einen faireren Umgang. Dies hat Außenminister Avigdor Lieberman am Dienstag bei einem Treffen mit der Hohen Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Navanethem Pillay, in Genf geäußert.
Israels Außenminister Lieberman und die Hohe Kommissarin für Menschenrechte, Pillay, am Dienstag in Genf

Israel arbeite wieder mit dem Menschenrechtsrat zusammen mit der Absicht, eine neue Seite in der Beziehung zu öffnen, sagte Lieberman laut einer Mitteilung des israelischen Außenministeriums. Es hoffe, dass sich der Rat in Zukunft Israel gegenüber objektiver und fairer verhalten werde. Der jüdische Staat dürfe nicht länger als Prügelknabe in einem Spiel der Heuchelei dienen.
Lieberman ergänzte, die konstante Verurteilung Israels im Allgemeinen schade der Glaubwürdigkeit und Legitimität internationaler Einrichtungen. Dies sei vor allem vor dem Hintergrund der Massenmorde in Syrien, der täglichen Bombenanschläge im Irak, der Hinrichtungen im Iran und der Unruhen in Libyen zu vermerken.
Israel hatte die Beziehungen zum Menschenrechtsrat im März 2012 abgebrochen. Anlass war ein Untersuchungsbericht, in dem die Räumung der Siedlungen im Westjordanland gefordert wurde (Israelnetz berichtete). Im vergangenen Dezember lud der Rat den jüdischen Staat die Gruppe der westlichen Staaten ein. Bis dahin war Israel keiner Gruppe zugeordnet. Dass sich dies ändert, war eine Bedingung für die Wiederaufnahme der Zusammenarbeit.
Anlass für Liebermans Reise nach Genf ist die offizielle Aufnahme Israels in die Europäische Organisation für Kernforschung (CERN) am heutigen Mittwoch.

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