Abbas lehnt „jüdischen Staat Israel“ ab

RAMALLAH / JERUSALEM (inn) – Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas hat den Vorschlag der USA abgelehnt, auch nach Gründung eines palästinensischen Staates israelische Truppen im Westjordanland zu belassen. Das wurde nach einem Treffen zwischen Abbas und US-Außenminister John Kerry am Donnerstag bekannt.
John Kerry hat sich bei seinem neunten Besuch in Israel und den Palästinensergebieten in diesem Jahr zuerst mit Abbas getroffen. (Archivbild)

Die Soldaten sollten laut dem US-Vorschlag die Grenze zu Jordanien sichern. Einer Präsenz internationaler Truppen würden die Palästinenser zustimmen. Dies lehnt Israel jedoch ab. Nach der Zusammenkunft teilte ein palästinensischer Vertreter mit, Abbas habe Kerry in einem Brief über die „roten Linien“ der Palästinenser informiert. Dazu gehöre auch die Weigerung, Israel als „jüdischen Staat“ anzuerkennen.
Auf dem Weg von Ramallah nach Jerusalem blieb Kerrys Wagen im Schnee stecken. Für die rund 20-minütige Fahrt benötigte er zwei Stunden. Am Freitagmorgen traf sich Kerry mit Israels Premierminister Benjamin Netanjahu in Jerusalem. Über den Inhalt der Zusammenkunft wurde bis zum Freitagnachmittag nichts bekannt gegeben.
Bevor Kerry noch am Freitag weiter nach Vietnam reist, will er sich mit Israels Staatspräsident Schimon Peres treffen.

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