Syrisches Baby in Israel geboren

SAFED (inn) – Zum zweiten Mal ist in der Nacht vom 13. auf den 14. November im Siv-Krankenhaus in der Stadt Zefat (Safed) ein syrisches Baby geboren. Das Kind kam per Kaiserschnitt auf die Welt und wog bei der Geburt zweieinhalb Kilo.
Zu ihrem eigenen Schutz werden syrische Patienten nicht in der Öffentlichkeit gezeigt.

Für die 26-jährige Mutter ist es das siebte Kind. Sie war von der israelischen Armee in das Krankenhaus in Obergaliläa gebracht worden. Dort erzählte sie unter Tränen, ihre Eltern und ihr Bruder seien beim Bombardement ihres Heimatdorfes ums Leben gekommen. Ihr Haus sei zerstört und sie lebe jetzt mit ihrem Mann und ihren Kindern in einem Zelt. Sie ernährten sich, so die junge Frau, von Wasser und Reis und hätten furchtbare Angst vor den bevorstehenden Wintermonaten.
Bislang wurden 177 syrische Bürgerkriegsopfer im Siv-Krankenhaus medizinisch behandelt, wovon 18 noch immer in stationärer Behandlung sind, darunter ein Kind von dreieinhalb Jahren.
Im September machte ein achtjähriges Mädchen aus der Nähe von Dera’a Schlagzeilen. Sein Bein war durch ein Artilleriegeschoss zertrümmert worden. Zwei Monate lang unterzogen es die Ärzte einer Reihe von komplizierten Operationen. Es gelang ihnen, das Bein zu retten. Heute ist sie wieder in der Lage aufzutreten (Israelnetz berichtete).
Der designierte Botschafter und Leiter der Delegation der Europäischen Union in Israel, der Däne Lars Faaborg-Andersen, besuchte mit seiner Frau die Opfer des syrischen Bürgerkriegs, die im Siv-Krankenhaus behandelt werden (Israelnetz berichtete). Er dankte Oscar Embon, dem Direktor der Klinik für die hervorragende Behandlung. Die Europäische Union hat insgesamt fast 400 Millionen Euro an Soforthilfe für die syrischen Flüchtlinge zur Verfügung gestellt.

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