Um 2 Uhr morgens (Ortszeit) wurden in Israel die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. Da die Knesset insgesamt drei Entscheidungen zu diesem Termin fällte, gab es zuvor Probleme mit Smartphones. Denn ursprünglich sollte die Sommerzeit am 8. September enden, also wurden die Geräte zentral entsprechend programmiert. Später wählte das israelische Parlament den 6. Oktober und erst im Juli den 28. Oktober für den Beginn der Winterzeit (Israelnetz berichtete).
Da die Hersteller nicht mehr umdisponieren konnten, empfahlen sie ihren Kunden, vorübergehend die Zeitzone der griechischen Hauptstadt Athen einzustellen. Zuvor waren zahlreiche Israelis zu spät zur Arbeit erschienen, weil ihr Mobiltelefon die falsche Uhrzeit anzeigte.
Die Sommerzeit dauerte in diesem Jahr 211 Tage. Ein vom Innenministerium benannter Ausschuss geht davon aus, dass die Einsparungen für die Wirtschaft dank der Verlängerung 300 Millionen Schekel (61,5 Millionen Euro) betragen.
In früheren Jahren hatte sich das Ende der Sommerzeit nach dem jüdischen Versöhnungstag Jom Kippur gerichtet. Als sie verlängert werden sollte, kritisierten fromme Juden, dass dieser Feiertag dann in die Sommerzeit falle. Dies erschwert nach ihrer Ansicht das Fasten.
Die Sommerzeit währt nun in Israel vom Freitag vor dem letzten Sonntag im März bis zum letzten Sonntag im Oktober. Im kommenden Jahr beginnt sie am 28. März.