Israel müsse die Ausweitung von Siedlungen in den besetzten Gebieten beenden, sagte Grybauskaitė laut einer Mitteilung des litauischen Präsidialamtes. Die Europäische Union erkenne die Siedlungen nicht als Teil Israels an. Solche Aktionen beeinträchtigten den Fortschritt der Friedensgespräche.
Die Staatspräsidentin fügte an: „Der Nahostfriedensprozess muss weitergehen. Friedensgespräche sind der einzige Weg, um den jahrzehntelangen Konflikt zwischen Palästina und Israel zu einem Ende zu bringen. Es ist eine historische Gelegenheit für beide Nationen, Frieden und Stabilität in der Region zu gewährleisten. Die Europäische Union unterstützt sehr eine friedliche Zweistaatenlösung, die Israel und Palästina befähigen würde, in Frieden und Sicherheit Seite an Seite zu leben.“
Bei dem Treffen ging es auch um die bilateralen Beziehungen. Litauen befürworte „demokratische Prozesse und die Entwicklung einer Zivilgesellschaft in Palästina“, sagte Grybauskaitė. Das Land leiste einen Beitrag zur humanitären Unterstützung von Flüchtlingen in Projekten der EU und der UNO. Seit 2009 hat es nach eigenen Angaben fünf bilaterale Bildungs- und Trainingsprojekte in den palästinensischen Gebieten umgesetzt.
Im März hatte Litauen die palästinensische Vertretung in Wilna zur „Gesandtschaft“ hochgestuft (Israelnetz berichtete).