Der israelische Verteidigungsminister machte klar, dass eine Lockerung der Sanktionen gegen den Iran einen Zusammenbruch der Bemühungen zum Stopp des Atomwaffenprogramms bedeuten würde. Auch Wirtschaftsabkommen mit dem Golfstaat, an denen einige westliche Staaten laut Ja’alon interessiert seien, würden dem entgegenwirken: „Wir können nicht in die Falle tappen, Sanktionen als eine vertrauensbildende Maßnahme zu lockern, bevor der Iran nicht den vorgeschlagenen Bedingungen zugestimmt hat“, sagte Ja’alon.
Hagel sprach, wie schon US-Präsident Barack Obama die Woche zuvor, davon, dass die Amerikaner in Bezug auf den Iran „scharfsichtig“ seien. Obwohl sie eine diplomatische Lösung anstrebten, würden sie dabei nicht von ihrer festen Strategie abweichen, den Iran von der Atomwaffenentwicklung abzuhalten, so der amerikanische Verteidigungsminister laut einer Pressemitteilung des US-Verteidigungsministeriums.
Thema Syrien
Wie die Onlinezeitung „Times of Israel“ berichtet, war ein weiterer Inhalt des Gesprächs zwischen Ja’alon und Hagel der Bürgerkrieg in Syrien. Ja’alon vertrat die Meinung, die „glaubwürdige“ Androhung eines amerikanischen Militärschlags gegen das syrische Regime, habe den Präsidenten Baschar al-Assad dazu bewogen, einer Zerstörung der syrischen Chemiewaffen zuzustimmen. Dieses Argument unterstütze Ja’alons These, dass nur eine Kombination aus wirtschaftlichen Sanktionen und einer ernstzunehmenden militärischen Bedrohung den Iran aufhalte. Hagel stimmte zu, dass das internationale Abkommen, die Waffen zu zerstören, „ein Schritt in die richtige Richtung “ gewesen sei. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass noch viel getan werden müsse.
Sicherheitspolitische Zusammenarbeit
Beide Minister zeigten sich erfreut über die enge Zusammenarbeit zwischen ihren Staaten, was Sicherheitsthemen anbelangt. Nach Aussage des amerikanischen Verteidigungsministeriums wollen Ja’alon und Hagel weiterhin in engem Kontakt bleiben. Das Treffen der Minister war bereits ihr drittes innerhalb eines halben Jahres.