Syrische Granate verletzt israelische Soldaten

DAMASKUS / JERUSALEM (inn) – Eine syrische Granate hat am Mittwoch zwei israelische Soldaten auf den Golanhöhen leicht verletzt. Die israelische Armee reagierte auf den Angriff mit Raketenbeschuss.
An der Grenze zwischen Israel und Syrien kommt es vermehrt zu Spannungen

Nach einem Bericht der Tageszeitung „Jerusalem Post“ explodierte die syrische Mörsergranate in der Nähe eines Postens der israelischen Armee auf den Golanhöhen. Ein Soldat wurde dabei durch Granatsplitter leicht verletzt, ein weiterer erlitt einen Schock. Beide seien ins Krankenhaus gebracht worden.
Nach Einschätzungen des Militärs handelte es sich um eine fehlgeleitete Granate der Kämpfe zwischen den Anhängern des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad und Rebellen, und nicht um einen zielgerichteten Angriff auf Israel.
Mit Hilfe einer Tammus-Rakete zerstörte die israelische Armee als Reaktion auf den Einschlag den syrischen Granatwerfer. Berichte über Verletzte gab es nicht. Ein solches Vorgehen hatte Israels Verteidigungsminister Mosche Ja’alon in der vergangenen Woche gegenüber Reportern bereits angekündigt: „Jede Quelle des Beschusses auf Israel [aus Syrien], egal ob zielgerichtet oder nicht, wird zerstört werden.“
Seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien im März 2011 seien Dutzende von fehlgeleiteten Granaten auf israelischem Gebiet eingeschlagen, berichtet die Onlinezeitung „Times of Israel“. Dies sei das erste Mal gewesen, dass es Verletzte gab.

Rakete aus Gaza

Wie die „Jerusalem Post“ berichtet, haben Palästinenser aus dem Gazastreifen am Mittwoch außerdem eine Rakete auf Südisrael abgeschossen. Sie schlug in der Nähe des Kibbutz Kissufim ein, der wenige Kilometer vom Gazastreifen entfernt liegt. Laut einer Sprecherin des Militärs gab es jedoch weder Verletzte noch Sachschaden.

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