Jordanische Abgeordnete gegen Besuchsverbot von Jerusalem

AMMAN (inn) – Dutzende jordanische Abgeordnete haben Parlamente in islamischen Ländern dazu aufgefordert, regelmäßige Reisen nach Jerusalem und in die palästinensischen Autonomiegebiete zu organisieren. Mit einer Petition wandten sie sich gegen ein Verbot, das solche Besuche untersagt, solange Jerusalem unter israelischer Kontrolle ist.
Jordanische Abgeordnete haben arabische und muslimische Vertreter weltweit dazu aufgerufen, nach Jerusalem zu reisen.

Die an den Sprecher des jordanischen Parlaments gerichtete Petition wurde am Montag von 82 Abgeordneten in Jordanien unterschrieben. Die Unterzeichner fordern eine Aufhebung des Reiseverbotes. Sie betonen, durch die Meidung Jerusalems und der Autonomiegebiete seien die Palästinenser in eine „totale Isolation“ geraten. Das Reiseverbot „hilft den Besatzern, ihren Würgegriff gegen das palästinensische Volk zu verstärken und erlaubt ihnen, ihre barbarischen Praktiken fortzusetzen“, heißt es in der Petition laut der Onlinezeitung „Times of Israel“.
Das Gesuch steht im Widerspruch zu einer Erklärung, die der islamische Rechtsgelehrte Scheich Jussuf al-Karadawi im vergangenen Jahr veröffentlicht hatte. Dieser hatte in Katar erklärt, Besuche seien verboten, um den Besatzern keine Legitimierung zu erteilen. Diejenigen, die Jerusalem besuchten, legitimierten ein Gebilde, welches palästinensisches Land plündere. Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas hatte sich wiederholt gegen diese Erklärung Al-Karadawis ausgesprochen. Solche Besuche stärkten seiner Ansicht nach die islamische und arabische Identität Jerusalems und förderten die palästinensische Wirtschaft.

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