Sprengstoffanschlag auf Einkaufszentrum verhindert

JERUSALEM (inn) – Die israelischen Sicherheitskräfte haben einen Bombenanschlag auf ein Einkaufszentrum in Jerusalem vereitelt. Angehörige der Hamas im Westjordanland hatten dafür zwei Angestellte der Ladenpassage aus dem Osten der Stadt rekrutiert.
Das Mamilla-Zentrum in Jerusalem war das Ziel des geplanten Terroranschlags.

Wie der Inlandsgeheimdienst Schabak am Sonntag bekanntgab, war das Einkaufszentrum Mamilla nahe der Jerusalemer Altstadt Ziel des geplanten Attentats. Die Staatsanwaltschaft hat gegen zwei Verdächtige Anklage beim Bezirksgericht eingereicht. Der 23-jährige Ahmad Rischak aus Schuafat und der 27 Jahre alte Ismail Abu Mfalal aus Abu Dis arbeiten als Reinigungskräfte in der Ladenpassage. Beide haben israelische Ausweise. Dies meldet die Tageszeitung „Jerusalem Post“ unter Berufung auf die Sicherheitskräfte.
Als Anführer gilt der 22 Jahre alte Hamdi Romana aus Ramallah. In dessen Wohnhaus wurden ein Sprengstofflabor und Bedienungsanleitungen für den Bombenbau entdeckt. Der Palästinenser hat laut Schabak gestanden, in Kontakt mit drei Bewohnern aus Raum dem Ramallah gestanden zu haben. Sie hätten ihm Ausrüstung für den Bombenbau geliefert. Die drei seien ebenfalls festgenommen worden und hätten dies zugegeben, hieß es weiter.
Etwa im März wurden Rischak und Mfalfal von der Zelle im Westjordanland angeworben. Sie sollten ihre israelischen Ausweise nutzen, um die Bombe nach Israel zu schmuggeln. Mfalfal beschaffte etwa 40 Eisenkugeln für den Sprengsatz, damit es viele Opfer gebe. Die beiden Araber sollten die Bombe in Geschenkpapier einwickeln. Dann war geplant, sie in einem Restaurant, Laden oder Abfalleimer zu deponieren. Angesichts der bevorstehenden jüdischen Feiertage rechneten die mutmaßlichen Attentäter mit vielen Kunden. Das Neujahrsfest Rosch HaSchanah beginnt am Mittwochabend.

„Gruppe plante weitere Angriffe“

„Während der Befragung haben Mitglieder der Terrorzelle weitere Pläne für zusätzliche Anschläge erwähnt“, zitiert die „Jerusalem Post“ den Geheimdienst. „Unter anderem sollten in Häusern in Ramallah Sprengfallen gegen israelische Soldaten gelegt werden. Ein weiterer Plan war, Raketen herzustellen und auf israelische Gemeinden bei Ramallah abzufeuern. Außerdem sollte versucht werden, Handfeuerwaffen in den Besitz zu bekommen, um an der Straßensperre Hesma nordöstlich von Jerusalem auf Soldaten zu schießen.“ Bei einem Besuch des CVJM in Jerusalem habe Rischak Mfalfal gebeten, ihm ein Gewehr für Angriffe auf Soldaten zu besorgen.
Der Schabak wies darauf hin, dass die vereitelten Pläne zeigten, welche Gefahr die israelischen Ausweise für Araber in Ostjerusalem mit sich brächten.

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