Mit umgerechnet 12,8 Millionen Euro sollen 1.600 Wohneinheiten gebaut werden, berichtet die Tageszeitung „Jerusalem Post“. Bei der neuerlichen Bewilligung handelt es sich um eine weitere Planungsstufe des Wohnungsbau-Projekts. Zuvor hatte den Plänen das Jerusalemer Bau- und Planungskomitee im Dezember 2012 zugestimmt (Israelnetz berichtete).
Israel hatte die Pläne erstmals im März 2010 bekannt gegeben. Da dies zu einem Zeitpunkt geschah, als US-Vizepräsident Joe Biden Jerusalem besuchte, führte es zu diplomatischen Verstimmungen zwischen Israel und den USA. Israel legte die Pläne daraufhin auf Eis (Israelnetz berichtete).
Das 1995 gegründete Ramat Schlomo hat etwa 20.000 Einwohner, die größtenteils ultra-orthodoxe Juden sind. Der Status der Ortschaft ist umstritten: Für Israel handelt es sich um ein Viertel in Jerusalem, da es innerhalb der israelischen Territoriums liege. Die Weltgemeinschaft betrachtet Ramat Schlomo hingegen als Siedlung, da es erst nach 1967 auf von Israel erobertem und anschließend annektiertem Gebiet erbaut worden sei.