Einer der zahlreichen prominenten Redner der Konferenz war der republikanische Senator Lindsay Graham. „Mein Ziel ist es, einen Krieg zu verhindern“, sagte er. „Der beste Weg, einen Krieg zu verhindern, ist es, den Iranern klar zu machen, dass ihnen einer bevorsteht und sie ihn verlieren werden.“ Sein Amtskollege Ted Cruz sah das ähnlich: „Der Iran hat leider gute Gründe anzunehmen, dass die Drohungen unserer Regierung unglaubwürdig sind. Ich wünschte, dies wäre nicht der Fall, denn der Iran muss wissen, dass schwere und unmittelbare militärische Konsequenzen folgen, wenn er sein Atomprogramm fortsetzt.“ Cruz bezeichnete Israel als einen „Leuchtturm der Freiheit“ in einer sehr instabilen Region. Sollte Israel sich gegen den Iran wehren, werde das Echo aus Europa und von den Vereinten Nationen ohrenbetäubend sein. „Es liegt in der Verantwortung der Männer und Frauen auf dieser Konferenz, dann für den Staat Israel einzutreten.“
Cruz ging auch auf den syrischen Bürgerkrieg ein. Viele der Rebellengruppen dort seien mit der Terror-Organisation Al-Qaida verbunden. Für die Außenpolitik der USA will er eine klare Richtlinie: „Gebt keine Waffen an Leute, die uns hassen und töten wollen.“ Die Regierung von Präsident Barack Obama zeige Schwächen gegenüber Tyrannen. Amerika brauche Politiker im Außenministerium, bei den Vereinten Nationen und vor allem im Weißen Haus, die begreifen, dass Israel und Amerika nicht das das sind, was auf der Welt falsch läuft. „Hingegen ist es falsch, immer mehr Autorität an die Vereinten Nationen abzugeben, die eine Resolution nach der anderen gegen das demokratische Israel verabschieden und gleichzeitig blind sind gegenüber China und Russland.“
Netanjahu grüßt per Satellit
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu wurde wie im vergangenen Jahr per Satellit zugeschaltet, um zu der Versammlung zu sprechen. Er stellte in seinem Grußwort heraus, dass der Iran nicht nur für Israel, sondern auch für andere westliche Staaten eine Gefahr darstelle. Das Land arbeite an Raketensystemen, die auch die USA erreichen könnten.
„Christen gemeinsam für Israel“ wurde 2006 vom bekannten texanischen Pastor John Hagee als Dachverband für christliche Israelfreunde gegründet. Hagee ist Pastor einer Großkirche im texanischen San Antonio und gilt als einflussreicher Wortführer unter evangelikalen Christen. Die Gruppe zählt heute zu den am schnellsten wachsenden Lobbies in den USA, nach eigenen Angaben repräsentierte CUFI 2012 fast 1,2 Millionen Unterstützer.
Hagee selbst forderte auf der Konferenz laut einem Bericht der „Times of Israel“, dass die USA ihre Fördergelder für die Palästinenser einfrieren, bis diese öffentlich das Existenzrecht Israels anerkennen, einschließlich des Rechts auf Selbstverteidigung und sichere Grenzen.