„Kameras sorgen für Sicherheit“

JERUSALEM (inn) – 320 sichtbare Überwachungskameras beobachten die Altstadt von Jerusalem. Gegenüber der Zeitung „Jerusalem Post“ erklärt ein Polizeisprecher, warum dies seiner Ansicht nach nötig ist.
In der israelischen Altstadt hat die Polizei gute Erfahrung mit Video-Überwachung gemacht. (Symbolbild)

Das Netzwerk von Kameras wurde um das Jahr 2000 installiert, jede Kamera beherrscht einen 360°-Rundblick. Sechzehn Mitarbeiter haben so in der Zentrale das Geschehen in der Altstadt im Auge, besonders sensible Bereiche sind der Tempelberg und die Klagemauer. Je nach Einstellung liefern sie einen Panoramablick oder detaillierte Aufnahmen beispielsweise von KFZ-Kennzeichen.
„Über 40.000 Menschen leben hier in einem Gebiet von zwei Quadratkilometern“, erklärte Polizeisprecher Micky Rosenfeld einem Reporter der „Jerusalem Post“. „Die vielen tausend Touristen sind hier noch nicht mit eingerechnet.“ Jeden Tag komme es zu versuchten Straftaten, davon etwa 20 Prozent mit terroristischem Hintergrund. 800 Polizisten würden die Altstadt an einem durchschnittlichen Tag sichern, zu besonderen Zeiten, wie dem islamischen Fastenmonat Ramadan, seien es auch mal 3.000.
Die Überwachungskameras würden die Arbeit der Sicherheitskräfte erleichtern – auch die besten Polizisten könnten nicht auf Dächer und durch Wände schauen. Könne ein Verbrechen nicht verhindert werden, so seien die Überwachungsvideos ein wichtiges Hilfsmittel zur Aufklärung. Von jedem Terroranschlag, den es seit Einrichtung des Systems gegeben habe, existierten Videoaufnahmen. „Die Aufzeichnungen dienen vor Gericht als Beweismaterial“, erklärte Rosenfeld. Darüber hinaus sei die Überwachung hilfreich, den Status quo des friedlichen Zusammenlebens von Christen, Juden und Muslimen aufrecht zu erhalten.

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