Ein Frosch dieser Art ist erstmals 1940 beim Hula-See entdeckt worden. Nachdem der See jedoch in den 50er Jahren trocken gelegt worden war, galt der Frosch als verschwunden und wurde schließlich für „ausgestorben“ erklärt. Doch ein Vergleich des lebenden Frosches mit fossilen Knochen in Europa ergab, dass der vermeintlich erstmals im Norden Israels gesichtete Frosch auf dem europäischen Kontinent sehr verbreitet war, aber vor einer Million Jahre dort ausgestorben ist. Dies stellte ein Team von deutschen und französischen Forschern zusammen mit Kollegen der Hebräischen Universität fest.
Die Wissenschaftler haben ihre Studie in der Zeitschrift „Nature Communication“ veröffentlicht. Sie hoben hervor, dass sich der Frosch mit bunt gesprenkelter Haut erheblich von Artgenossen aus der Region und Nordafrika unterscheide. Der gefundene Frosch sei nicht nur ein lokales Unikum, sondern das „lebende Fossil“ einer verschwundenen Froschfamilie aus Europa.
Das Austrocknen des Hula-Sees zur Bekämpfung von Seuchen und Gewinnung von fruchtbarem Ackerland wurde früher als Glanzleistung zionistischer Pioniere gefeiert. Doch inzwischen gilt dieser Eingriff in die Natur und die Zerstörung eines einzigartigen Habitats von seltenen Tieren als einer der schwersten Fehler in der Geschichte Israels. Deshalb gibt es Pläne, das ehemalige Sumpfgebiet wieder zu fluten. So will man auch dem vermeintlich ausgestorbenen „Bunten Hula-Frosch“ wieder eine Zukunft bieten.