Nach Angaben des britischen Nachrichtensenders BBC, der den Wandel entdeckte, liege noch keine Erklärung von Google für die politisch kontroverse Änderung vor. Die UNO hatte im November „Palästina“ als Beobachterstaat anerkannt. Die USA, Israel und andere Staaten meldeten Widerspruch an und beschlossen sogar Sanktionen. Die Palästinenser streben zwar einen eigenen Staat an, doch bisher verfügen sie nur über eine beschränkte Selbstverwaltung (Autonomie) im Gazastreifen und dem Westjordanland.
Der Sprecher des israelischen Außenministeriums, Jigal Palmor, reagierte gelassen auf die Änderung: „Google ist weder eine politische noch eine diplomatische Vereinigung. Die können alles so bezeichnen, wie sie wollen.“ Gleichwohl werfe die Politik von Google Fragen auf, sagte Palmor gegenüber der Online-Zeitung „Times of Israel“, etwa über die Absicht einer privaten Internet-Firma, wenn sie politisch zu einer umstrittenen Frage Stellung bezieht.
Suliman al-Suhiri vom palästinensischen Ministerium für Telekommunikation erklärte, dass die Änderung bei Google das Ergebnis von Bemühungen der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) in Ramallah sei. Alle internationalen Internet-Betreiber seien aufgefordert, statt „Palästinensische Territorien“ in ihren Staatenlisten „Palästina“ anzuführen.