Kerry macht Abbas Angebote

RAMALLAH (inn) – Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas hat gegenüber US-Außenminister John Kerry seine Bedingungen für direkte Verhandlungen wiederholt. Am Sonntag kamen die beiden Politiker in der Autonomiestadt Ramallah zusammen.
John Kerry hat mit dem palästinensischen Präsidenten Abbas über eine Rückkehr zu Verhandlungen gesprochen.

Bei dem Treffen bot Kerry dem Präsidenten an, die USA könnten bei einer Rückkehr zu Gesprächen mit Israel palästinensische Gelder freigeben. Auch würden sie gewährleisten, dass Israel in Zukunft keine Steuergelder mehr zurückhalte. Zudem könne die Selbstverwaltung der Palästinenser im Westjordanland ausgeweitet werden. Dies teilten palästinensische Vertreter gegenüber der Nachrichtenagentur „Ma‘an“ mit. Es war bereits das dritte Treffen zwischen Abbas und Kerry seit dessen Amtsantritt Anfang Februar.
Abbas sagte dem Bericht zufolge, die Palästinenser wollten zu direkten Gesprächen zurückkehren. Aber zuerst müsse Israel den illegalen Siedlungsbau einstellen und palästinensische Häftlinge freilassen. Der Präsident fordert außerdem als Voraussetzung, dass ihm der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu eine Landkarte mit zukünftigen Grenzen vorlegt.
Kerry hatte seine Nahostreise am Sonntag in der Türkei begonnen. Von dort flog er weiter nach Israel. Am heutigen Montag will er an einer Zeremonie anlässlich des israelischen Holocaustgedenktages Jom HaSchoah teilnehmen. Des Weiteren sind Gespräche mit dem Premierminister im Westjordanland, Salam Fajjad, und dem israelischen Staatspräsidenten Schimon Peres geplant. Das Treffen mit Netanjahu soll am Dienstag stattfinden.

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