Hamas will Morde an ägyptischen Soldaten mit aufklären

GAZA / KAIRO (inn) – Die Hamas-Regierung im Gazastreifen hat sich bereit erklärt, bei der Aufklärung der Morde an 16 ägyptischen Soldaten im vergangenen August mitzuhelfen. Bei einem Überfall auf einen Grenzposten im Sinai wurden damals neben den Soldaten mindestens fünf Attentäter getötet.
Der Premier der Hamas, Ismael Hanije, möchte Agypten bei der Aufklärung der Morde von 16 Soldaten helfen.

Die Hamas wolle sich nicht in innere ägyptische Angelegenheiten einmischen, jedoch mit der Regierung am Nil zusammenarbeiten, um die Drahtzieher des Anschlags zu finden. Das ließ der Premierminister im Gazastreifen, Ismail Hanije, am Montag laut der palästinensischen Nachrichtenagentur „Ma‘an“ verlauten. Wie die genaue Unterstützung ablaufen soll, geht aus der Meldung nicht hervor.
Ein offizieller Vertreter Ägyptens hatte nach dem Vorfall gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur MENA mitgeteilt, dass einige der Angreifer von der Sinaihalbinsel stammten. Andere seien hingegen durch unterirdische Tunnel aus dem Gazastreifen nach Ägypten gelangt. Dass Hamas-Führer in den Anschlag verwickelt gewesen seien, wiesen offizielle Vertreter der Gruppierung zurück.

Hintergrund

Bei dem Überfall auf einen Grenzposten im Sinai waren Anfang August 16 ägyptische Soldaten getötet worden. Israelische Sicherheitskräfte wehrten daraufhin eine Gruppe Angreifer ab, die nach Israel eindringen wollte. Mindestens fünf Attentäter wurden getötet.
Der Angriff ereignete sich, als die Ägypter gerade das tägliche Ramadan-Fasten mit einer abendlichen Mahlzeit brachen. Die Täter überfielen mit zwei Geländefahrzeugen den Grenzstützpunkt in der Nähe des Kerem Schalom-Überganges, der sich zwischen Israel, dem Gazastreifen und Ägypten befindet. Sie feuerten Raketen ab und schossen mit Maschinengewehren auf den ägyptischen Posten (Israelnetz berichtete).
Eines der Fahrzeuge wurde von der israelischen Luftwaffe abgeschossen. Das zweite explodierte nahe des Kerem Schalom-Überganges, bevor es auf israelisches Gebiet gelangen konnte. Auf ägyptischer Seite starben 16 Soldaten und sieben wurden verletzt. Unter den Israelis gab es keine Opfer.
Die palästinensische Hamas äußerte damals scharfe Kritik an dem Überfall: „Die Hamas verurteilt dieses widerwärtige Verbrechen, das mehrere ägyptische Soldaten getötet hat. Sie spricht den Familien der Opfer und der ägyptischen Führung und dem Volk ihr tiefes Beileid aus“, hieß es in einer Mitteilung der Organisation.

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