In dem Video stellt sich ein Mann als Mannschaftsführer des philippinischen Bataillons vor, von dem am Mittwoch 21 Männer entführt worden waren (Israelnetz berichtete). Der Sprecher erklärt, er und „seine Leute“ seien an einem sicheren Ort. Aufgrund von Bomben und Artilleriebeschuss seien sie in Dschamla geblieben. Die Geiseln hätten ihre eigene Uniformen an und es zeigten sich keine Hinweise auf Misshandlungen, berichtet die Tageszeitung „Yediot Aharonot“.
Nach Angaben der UN gegenüber dem Nachrichtenportal „Arutz Scheva“ wurde die Entführung am Mittwoch von etwa 30 bewaffneten Rebellen ausgeführt. Diese fordern einen Rückzug der Truppen des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad aus dem Ort Dschamla. Die Verhandlungen zwischen den UN und den Rebellen sind bisher ergebnislos.
Die Entführung gilt inzwischen als die ernsteste in der Geschichte der UNDOF-Truppen.
Nach dem Jom-Kippur-Krieg von 1973 hatten Israel und Syrien eine Pufferzone entlang der gemeinsamen Grenze eingerichtet. Das Waffenstillstandsabkommen verbietet es der syrischen Regierung, sich innerhalb dieses Gebietes militärisch zu betätigen. Die „United Nations Disengagement Observer Force“ (UNDOF) sind UNO-Beobachter, die seit Mai 1974 das Entflechtungsabkommen zwischen Israel und Syrien auf den Golanhöhen überwachen. Das Mandat der Truppen verlängert sich automatisch alle sechs Monate.
Das Video ist unter anderem hier zu sehen: http://www.guardian.co.uk/world/video/2013/mar/07/filipino-hostages-syria-safe-video?CMP=twt_gu