Der Vorfall ereignete sich nahe der Ortschaft Halhul, nördlich der Erzväterstadt Hebron. Dort wurden Grenzsoldaten mit Steinen beworfen. Zwei Israelis wurden leicht verletzt und von Sanitätern versorgt. Die Armeeangehörigen schossen auf den Palästinenser, Hamdi Falah aus Hebron. Er sei viermal getroffen worden und noch auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben, hieß es laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ aus palästinensischen Quellen.
Augenzeugen teilten mit, Falah habe sich weit von den Soldaten entfernt befunden, als sie die Schüsse auf ihn abgaben. Dem widerspricht die Darstellung des israelischen Militärs.
Am Montag gab es an weiteren Orten im Westjordanland Proteste gegen die „Operation Wolkensäule“. Hunderte Palästinenser gerieten dabei mit Sicherheitskräften aneinander. Sie warfen Steine und Molotowcocktails. Die Armee reagierte mit Mitteln, die zum Zerstreuen von Menschenmengen verwendet werden.
Palästinenser erliegt Verletzungen
Unterdessen erlag ein 31 Jahre alter Palästinenser, Raschid Tamimi, den Verletzungen, die er am Samstag bei einer Demonstration gegen die Militäroperation erlitten hatte. Diese fand in Nabi Salih nahe Ramallah statt. Ein Armeesprecher sagte am Montag der Zeitung „Jerusalem Post“: „Am Samstag gab es einen illegalen gewaltsamen Protest, bei dem etwa 80 Palästinenser große Steinbrocken auf Truppen der israelischen Armee warfen, die Methoden zur Zerstreuung von Menschenmengen gegen sie einsetzten.“ Das Militär untersuche den Vorfall.
Die Ortschaft Nabi Salih ist seit drei Jahren regelmäßig Schauplatz von Protesten dagegen, dass sich Siedler aus dem benachbarten Halamisch angeblich des Dorfbrunnens bemächtigt haben. Die Tamimis sind eine der wichtigsten Familien in dem palästinensischen Dorf. Der Anführer der Proteste, Bassem Tamimi, wurde bereits mehrfach von israelischen Truppen festgenommen. Im vergangenen Dezember starb Mustafa Tamimi, nachdem ihn ein Tränengaskanister im Gesicht getroffen hatte. Er hatte einen Armeejeep verfolgt.