Israelische Botschaft lobt Merkel und Medien

BERLIN (inn) – Die israelische Botschaft in Berlin hat die bisherige Berichterstattung der deutschen Medien zum aktuellen Konflikt mit der Hamas gelobt. Auch durch Bundeskanzlerin Angela Merkel habe Israel „große Unterstützung“ erfahren, sagte der Diplomat Emmanuel Nahschon bei einem Live-Chat mit interessierten Bürgern.
Bei einer digitalen Fragestunde hat die israelische Botschaft in Deutschland Stellung zu den jüngsten Entwicklungen genommen.

„Deutschland ist einer der besten Freunde Israels. Wir haben von Bundeskanzlerin Merkel und Außenminister Westerwelle große Unterstützung und Solidarität erfahren“, so Nahschon am frühen Freitagnachmittag bei einer digitalen Fragestunde auf seiner Facebook-Seite. Eine halbe Stunde lang beantwortete der israelische Gesandte die Fragen der Teilnehmer. Nahschon lobte ausdrücklich den Tonfall, mit dem die deutschen Medien bislang über den Konflikt berichten: „Bis jetzt war die Medienberichterstattung in Deutschland positiv. Wir sehen viel Verständnis für Israels Position und die Notwendigkeit, auf den grundlosen Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen zu reagieren.“
Auf die Frage, woher die Hamas im Gazastreifen ihre Raketen habe, erklärte der Diplomat, dass die Terror-Organisation seit Jahren direkt und indirekt Raketen aus dem Iran erhalte. „Sie haben im Gazastreifen ihre eigene Produktion für Kassam-Raketen. Die Langstreckenraketen kommen vom Iran und mit iranischer Unterstützung“, führte Nahschon aus. „Diese Raketen wurden über Jahre in den Gazastreifen geschmuggelt und das Ziel unserer Militäroperation ist es, die Raketen und die Infrastruktur zum Raketenabschuss zu zerstören.“
Der israelische Repräsentant bekundete die Hoffnung, dass ein Einsatz von Bodentruppen im Gazastreifen nicht notwendig werde. Auf die Rolle Ägyptens angesprochen erklärte er, dass die dortige neue Regierung sehr enge Beziehungen zur Muslimbruderschaft und der Hamas unterhalte. Er hoffe jedoch, dass Ägypten dennoch „eine positive Rolle in dem Konflikt spielen wird und auf die Terror-Organisation positiv einwirken wird“.
Nach der Dauer der Militäraktion „Wolkensäule“ gefragt, wollte Nashhon keine Prognose wagen. „Das einzige, das ich Ihnen sagen kann, ist, dass es so lange dauern wird, bis sichergestellt ist, dass israelische Zivilisten nicht länger durch Raketen aus Gaza bedroht sind.“ Und weiter: „Unsere Hand bleibt immer zum Frieden ausgestreckt, solange die andere Seite bereit ist, unser Existenzrecht anzuerkennen.“

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