Dem Bericht zufolge haben sich mindestens 200 Aufständische der Ortschaften Beeradscham und Barika bemächtigt. Sie seien Mitglieder einer salafistischen Gruppe, die sich „Adler des Golan“ nenne. „Die Rebellen wenden eine klare Taktik an, bei der sie die Regimetruppen zu Kämpfen in diese entmilitarisierten Zonen locken. Das tun sie wegen der Einschränkungen gegenüber den bewaffneten syrischen Truppen“, hätten Geheimdienstvertreter am Montag mitgeteilt. „Rebellen haben die Kontrolle über das Gebiet nördlich von Kuneitra und das Gebiet südlich davon übernommen.“ Möglicherweise würden sie versuchen, den Weg nach Damaskus abzuschneiden.
Nach dem Jom-Kippur-Krieg von 1973 hatten Israel und Syrien die Pufferzone entlang der gemeinsamen Grenze eingerichtet. Das Waffenstillstandsabkommen verbietet es der syrischen Regierung, sich innerhalb dieses Gebietes militärisch zu betätigen. Die Grenzregion wird von den internationalen UNDOF-Truppen kontrolliert.
Unterdessen versprach die syrische Regierung den Israelis, die eigene Armee daran zu hindern, versehentlich Raketen auf israelische Gebiete zu feuern. Israel hatte sich wegen mehrfacher Einschläge auf dem von ihm annektierten Golan beschwert und schließlich zwei Raketen als Warnung abgefeuert. Die Botschaft aus Damaskus wurde durch die UNDOF an Israel übermittelt, berichtete der israelische Fernsehsender „Kanal 1“ am Dienstag.