Wie die Tageszeitung „Yediot Aharonot“ berichtet, leben laut dem Zentralbüro derzeit rund 1.354.000 Muslime im jüdischen Staat. Lag das Wachstum der muslimischen Bevölkerung im Jahr 2000 noch bei 3,8 Prozent, so waren es 2011 nur noch 2,5 Prozent. Israelnetz hatte am Freitag aufgrund eines Fehlers in der Quelle fälschlicherweise berichtet, der Anteil der Muslime an der Bevölkerung habe im Jahr 2000 noch bei 3,8 Prozent und 2011 bei 2,5 Prozent gelegen.
Dem Bericht zufolge ist die Zahl der Muslime von 2010 bis Ende 2011 um 33.000 gestiegen. Die Stadt mit den meisten muslimischen Israelis ist Jerusalem. Dort liegt ihre Zahl bei 281.000. Das sind 20,8 Prozent aller Muslime in Israel und etwa 35 Prozent der Gesamtbevölkerung der Stadt. An zweiter Stelle liegt die Stadt Rahat (55.000), gefolgt von Nazareth (51.000) und Umm el-Fahm (48.300).
Rund 38 Prozent (519.000) der muslimischen Bevölkerung sind Kinder bis zu 14 Jahren. Nur etwa 3,5 Prozent, also rund 47.000, der Muslime sind älter als 65 Jahre. Die Geburtenrate ist jedoch in den vergangenen Jahren gesunken. Lag diese Rate im Jahr 2000 noch bei 4,7 Kinder pro Frau, so sind es derzeit 3,5 Kinder. Die Geburtenrate ist jedoch noch immer höher als bei anderen Gruppen in Israel. Eine jüdische Frau bekommt im Durchschnitt 3 Kinder, eine drusische 2,3 und eine Christin 2. Die Geburtenrate der israelischen Musliminnen ist außerdem höher als die von Frauen in einigen muslimischen Ländern. In Syrien liegt die Zahl der Kinder pro Frau durchschnittlich bei 3, in Ägypten bei 2,9, in der Türkei bei 2 und im Libanon bei 1,9.
Unterdessen erklärte Staatspräsident Peres laut einer Mitteilung der israelischen Botschaft in Berlin in seinem Gruß zum Fest: „Wir gehören verschiedenen Religionen an, doch wir sind eine Familie, die Familie Abrahams. Ich weiß, dass viele von uns einen Nahen Osten ohne Blutvergießen wollen, ohne Armut, einen blühenden Nahen Osten des Friedens und der prosperierenden Wirtschaft, damit es jedem von uns und uns allen zusammen gut geht.“
Die israelische Botschaft selbst wünschte allen Muslimen in Deutschland ein frohes Fest, ein „Eid mubarak“.
Das Opferfest „Eid al-Adha“ ist neben dem Fest des Fastenbrechens im Monat Ramadan das höchste Fest im Islam. Mit ihm wird der Bereitschaft Abrahams gedacht, einen seiner Söhne zu opfern.