Laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ hat der Yad Vashem-Vorsitzende, Avner Schalev, mit dem Institut in Warschau eine Vereinbarung unterschrieben. Darin einigten sich die Beteiligten darauf, dass Yad Vashem die gesammelten Schriften von Emanuel Ringelblum veröffentlichen darf.
Ringelblum sammelte Tagebücher und Dokumente, welche das Leben im Warschauer Ghetto dokumentieren. Diese Papiere, die nach dem Zweiten Weltkrieg gefunden wurden, ermöglichen neue Einblicke in das Leben der polnischen Juden während der Nazizeit. Das Jüdische Historische Institut ist nach Ringelblum benannt.
In diesem Institut hatte 2007 der polnisch-jüdische Forscher Feliks Tych eine interdisziplinäre Forschung begonnen. Dabei wird unter anderem untersucht, ob Deutschland die alleinige Schuld am Holocaust traf. Am 27. Januar 2010 sprach Tych anlässlich des Holocaust Gedenktages vor dem Deutschen Bundestag. Der zweite Redner war Israels Staatspräsident Schimon Peres (Israelnetz berichtete).