Er halte die Rede, „um mitzuteilen, dass der islamische Widerstand für die Mission verantwortlich war“, sagte Nasrallah im Hisbollah-Sender „Al-Manar“. Zum ersten Mal in der Geschichte der Widerstandsbewegungen habe eine Partei eine solche Fähigkeit im Luftraum gezeigt. Das unbemannte Flugzeug sei „im Iran hergestellt, aber von der Widerstandsgruppe zusammengesetzt worden“.
Der Hisbollah-Führer fügte laut der libanesischen Zeitung „Daily Star“ hinzu, die Drohne „Ajjub“ sei vom Libanon aus gestartet worden und in den israelischen Luftraum eingedrungen. Dort habe sie zu „sensiblen und wichtigen Orten“ Aufklärung betrieben, bevor sie abgeschossen wurde. Unter anderem sei sie über Dimona geflogen, wo sich ein israelischer Atomreaktor befindet. Ihren Namen habe sie von dem Hisbollah-“Märtyrer“ Hussein Ajjub erhalten, der sich auf Aufklärung spezialisiert hatte.
Im Anschluss an Nasrallahs Ausführungen strahlte „Al-Manar“ eine Talkshow aus. Darin wurde der Weg der Drohne in einer Animation dargestellt. Demnach flog sie vom Libanon über das Mittelmeer zum Gazastreifen und von dort weiter über die Wüste Negev, wo sich Dimona befindet. Nach Angaben des Sprechers legte sie 300 Kilometer zurück.
Die Drohne hatte 1.000 Kilometer Reichweite und war etwa drei Stunden in der Luft. Sie konnte mit Sprengsätzen versehen werden, hatte aber keine Waffen an Bord. In der Nähe von Hebron schoss das israelische Militär das unbekannte Flugzeug „aus Sicherheitsgründen“ am Samstag ab (Israelnetz berichtete).
Nasrallah sagte weiter: „Es ist unser natürliches Recht, Aufklärungsflüge über das besetzte Palästina zu entsenden, wann immer wir das wollen. Dies war nicht das erste Mal und es wird nicht das letzte Mal sein.“ Israel habe 20.864-mal den libanesischen Luftraum verletzt, seit die UN-Resolution 1701 im August 2006 den Zweiten Libanonkrieg beendete.
In seiner Ansprache wies der Hisbollah-Führer zudem Vorwürfe zurück, seine Miliz kämpfe in Syrien an der Seite der Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad. Ein Mitglied sei zwar in dem Nachbarland getötet worden, aber nicht im Kampf. „Von Anfang an hat die syrische Opposition den Medien erzählt, dass die Hisbollah 3.000 Kämpfer nach Syrien geschickt habe. Das haben wir dementiert und als Lüge bezeichnet.“