Britischer Außenminister kritisiert Uni in Siedlung

LONDON / ARIEL (inn) – Der britische Außenminister William Hague hat die Anerkennung der Universität in der israelischen Stadt Ariel im Westjordanland durch Israels Regierung scharf kritisiert. Die Entscheidung sei ein weiteres Hindernis für Frieden mit den Palästinensern, erklärte Hague am Montag.
Gilt nun als eine von acht Universitäten Israels: Das Bildungszentrum in der Siedlung Ariel.

Er sei „sehr enttäuscht“ über den Schritt der israelischen Regierung vom Sonntag, die erste Universität in einer Siedlung anzuerkennen. „Diese Entscheidung wird die Präsenz der Siedlungen in den palästinensischen Gebieten vertiefen und ein weiteres Hindernis für Frieden mit den Palästinensern schaffen“, so Hague laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“.
Hague kritisierte außerdem den Zeitpunkt der Anerkennung der Hochschule. Dieser sei unglücklich gewählt, da britische und israelische Universitäten derzeit bemüht seien, ihre Kooperation auszuweiten. Die Maßnahme erschwere zudem Versuche der Regierung in London, den Boykott Israels in Großbritannien zu verhindern. „Ich fordere die israelische Regierung dazu auf, ihre Entscheidung in dieser Angelegenheit unbedingt zu überdenken“, sagte der britische Außenminister weiter.
Der „Hochschulrat für Judäa und Samaria“ hatte dem Bildungszentrum Ariel Mitte Juli den Status einer Universität verliehen. Der Schritt hatte bei Politikern und in der Öffentlichkeit gemischte Gefühle hervorgerufen. Der Rat der sieben Universitäten in Israel hatte gegen die Aufwertung Einspruch beim Obersten Gericht eingelegt. Eine Entscheidung steht noch aus.

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