Israeli berät UN zu Menschenrechten

JERUSALEM / NEW YORK (inn) – Grund zum Feiern für den israelischen Juristen Juval Schany: Er wird für vier Jahre Mitglied im UN-Menschenrechtskomitee. Bei der Abstimmung am Donnerstag unterstützten 112 von 167 Ländern den Dekan der Juristischen Fakultät der Hebräischen Universität in Jerusalem.
Der israelische Jurist Juval Schany wird neues Mitglied in der UN-Menschenrechtskommission.

„Israel ist ein Land, das oft selbst durch die internationale Gemeinschaft kritisiert wird. Es ist für mich von Interesse, die Aktivitäten anderer Länder zu untersuchen“, sagte Schany der Tageszeitung „Yediot Aharonot“. Der 43-jährige Israeli ist eines von neun neuen Mitgliedern des Gremiums, in dem 18 Rechtsexperten vertreten sind.
Das Komitee befasst sich mit den 167 Staaten, welche die internationale Erklärung der Menschenrechte unterzeichnet haben. Es untersucht, ob sie die Menschenrechte einhalten. Die Juristen können die Aktivitäten jedes Mitgliedstaates kritisieren, aber keine Beschlüsse fassen. Im Gegensatz zum politisch orientierten UN-Menschenrechtsrat in Genf kümmert sich das Gremium um juristische Fragen.
Es ist das zweite Mal, dass ein israelischer Anwalt in das weltweite Gremium gewählt wurde. Der erste Israeli im Menschenrechtskomitee wurde 1995 David Kretzmer. „Als israelisches Komiteemitglied kann ich nicht an Sitzungen zu Israel teilnehmen“, stellte Schany fest. „Aber ich hoffe, dass ich einen Beitrag leisten und anderen Freunden helfen kann, die besonderen Herausforderungen zu verstehen, denen ein Land wie Israel ausgesetzt ist. Es gibt Raum für Kritik, aber die positive Seite sollte auch erwähnt werden.“
Israels Botschafter bei den Vereinten Nationen, Ron Prosor, bezeichnete die Wahl als „Errungenschaft für Israels UN-Gesandtschaft und einen Grund für nationalen Stolz“.

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